ERSTE - HILFE WORKSHOP
BEI HAUTGEFÜHL
DURCH ERSTE - HILFE LEBEN RETTEN
Durch meine Zeit im Rettungsdienst liegt mir das Thema Erste Hilfe und Menschen in Notsituationen helfen zu können nach wie vor sehr am Herzen.
Bei vielen liegt der Erste-Hilfe-Kurs bereits Jahre oder sogar Jahrzehnte zurück. In Notsituationen und Notfällen wissen die wenigsten, was zu tun ist. Dabei geht es oft um entscheidende Sekunden, die Betroffenen helfen können. Mit Erster Hilfe kann jeder von uns Leben retten.
Auf Instagram teile ich bereits viele Erste-Hilfe-Tipps und bekomme dazu immer wieder zahlreiche Nachrichten und positives Feedback.
Und genau deshalb habe ich mir schon seit längerer Zeit überlegt, in meiner neuen Praxis Erste-Hilfe-Auffrischungs-Workshops anzubieten, für Privatpersonen, die sich mehr Sicherheit wünschen, um im Notfall richtig handeln zu können.
Denn es kann jeden treffen. Jederzeit.
Egal ob auf einer Familienfeier, einem Kindergeburtstag oder unterwegs mit Freunden, es kann ein fremder Mensch sein oder einer deiner Herzensmenschen, unabhängig vom Alter.
Wie wäre es, wenn du in einem entscheidenden Moment aus Unsicherheit oder Unwissenheit nicht alles für einen deiner Herzensmenschen tun könntest?
Genau dafür ist mein Erste-Hilfe-Auffrischungs-Workshop gedacht, um dir Sicherheit zu geben und dich darauf vorzubereiten, im Notfall richtig zu handeln.
Ziel des Workshops:
- Sicherheit im Alltag geben
- Hemmungen nehmen
- Notfälle und Krankheitsbilder erkennen + handeln können
Wir werden gemeinsam die wichtigsten Grundlagen der Ersten Hilfe auffrischen, natürlich auch die Reanimation an einer Reanimationspuppe. Darüber hinaus möchte ich vor allem auf häufige Notfälle und Krankheitsbilder eingehen, die in klassischen Erste-Hilfe-Kursen oft nicht oder nur oberflächlich behandelt werden, im Alltag jedoch jederzeit auftreten können.
Dazu gehören unter anderem:
• Unter- und Überzuckerung (z. B. bei Diabetes)
• Allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock
• Sonnenstich und Hitzschlag
• Bewusstlosigkeit und die stabile Seitenlage
• Herzinfarkt und Schlaganfall
• Atemnot, z. B. bei Asthma
• Thrombose und Lungenembolie
• Verschlucken / Ersticken (Heimlich-Griff)
• Krampfanfälle
• Starke Blutungen und Wundversorgung
• Verbrennungen und Verbrühungen
• Notruf richtig absetzen
ERSTE - HILFE WORKSHOP ANMELDUNG
Samstag, 30.05.26 - 12:00 Uhr - 14:30 Uhr
Über dieses Formular kannst du dir deinen Platz reservieren. Da die Nachfrage aktuell sehr groß ist, erfolgt die Anmeldung für den Erste-Hilfe-Auffrischungs-Workshop über das Kontaktformular.
Dauer: 2,5 Stunden
Preis: 55 €
Teilnehmerzahl: Maximal 8 Personen
Ort: Hautgefühl Praxis - Am Siel 5 - 32423 Minden
Bitte gib bei deiner Anmeldung unbedingt an, dass es sich um den Erste-Hilfe-Workshop am 23. Mai handelt und hinterlasse zusätzlich deine Telefonnummer, damit ich dich bei Rückfragen oder zur Bestätigung schnell erreichen kann.
Nach deiner Anfrage erhältst du von mir eine persönliche Rückmeldung mit allen weiteren Informationen sowie deiner Teilnahmebestätigung.
Hinweis zur Anmeldung:
Mit deiner Anmeldung reservierst du verbindlich deinen Platz im Workshop. Es gelten die regulären AGB. Ich bitte dich, im Falle einer Verhinderung spätestens 24 Stunden vorher abzusagen, damit der Platz ggf. neu vergeben werden kann.

Leider ist es oft so, dass sich viele Menschen im Alltag gar nicht wirklich mit solchen Situationen auseinandersetzen.
Man denkt schnell: „Das passiert doch nur irgendwo anders.“ oder „Uns trifft das schon nicht.“
Doch die Realität ist: Es kann jeden treffen. Jederzeit. An jedem Ort.
Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kündigt sich nicht an und er betrifft nicht nur ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen. Er kann wirklich jeden treffen, in jedem Alter und völlig unerwartet.
Oft sind es ganz alltägliche, unglückliche Situationen:
Ein schwerer Sturz, zum Beispiel auf den Kopf, kann durch starke Verletzungen oder innere Blutungen dazu führen, dass der Kreislauf zusammenbricht oder es zu einem Herzstillstand kommt.
Zum Beispiel zu Hause:
Euer Partner stolpert, fällt die Treppe herunter oder kommt ungünstig auf, schlägt sich den Kopf und plötzlich kommt es zu einem Kreislaufstillstand.
Ich weiß, solche Themen wirken im ersten Moment schwer. Man scrollt vielleicht lieber weiter oder beschäftigt sich mit etwas Leichtem.
Aber die Wahrheit ist:
Ein Herz-Kreislauf-Stillstand betrifft uns alle. Jederzeit. Überall. Und auch wenn man es sich kaum vorstellen möchte, kann es leider auch die eigenen Kinder betreffen.
Gerade bei der Kinderreanimation gibt es einige wichtige Unterschiede zur Reanimation bei Erwachsenen, die man kennen sollte.
Deshalb möchte ich meine Website auch dazu nutzen, um über häufige Erkrankungen, Notsituationen und Erste-Hilfe-Maßnahmen aufzuklären.
Viele Menschen haben in Notsituationen Angst, etwas falsch zu machen und helfen deshalb gar nicht.
Auch die Angst vor rechtlichen Konsequenzen hält viele davon ab, Erste Hilfe zu leisten, obwohl jeder dazu verpflichtet ist, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu helfen.
Eine Studie von Toluna im Auftrag der Asklepios Kliniken aus dem Jahr 2017 zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten angab, in einer Notsituation Schwerverletzten nicht helfen zu würden, das sind rund 52 %.
Dabei sollte man sich immer vor Augen halten: Es sind nicht nur fremde Menschen, die auf Hilfe angewiesen sein können.
Notfälle passieren auch im eigenen Umfeld, in der Familie, im Freundeskreis, bei den Menschen, die uns am wichtigsten sind.
Kann ich meiner Familie helfen? Kann ich meinen Freunden helfen? Weiß ich, was zu tun ist?
Denn jeder von uns kann helfen, auf seine Weise. Und vielleicht bist genau du in einem entscheidenden Moment der Unterschied.
Wenn du in Notsituationen nicht mehr tatenlos danebenstehen möchtest, sondern wissen willst, was zu tun ist, kannst du dich gerne zu meinem Erste-Hilfe-Auffrischungs-Workshop anmelden.
Erste-Hilfe Maßnahmen bei Bewusstlosigkeit

Eine der häufigsten Ersthelfer Situationen ist die bewusstlose Person.
Störungen des Bewusstseins signalisieren eine vitale Gefährdung und erfordern besondere Aufmerksamkeit. Die erste Reaktion, wenn jemand nicht mehr ansprechbar ist, ist oft einfach nur: Füße hoch
Das hilft nur bei Kreislaufproblemen, nicht bei bewusstlosen Personen!
Die Bewusstlosigkeit sollte zuerst einmal festgestellt werden. Dabei hilft schon eine laute Ansprache, rütteln oder einen Schmerzreiz setzen (z.B. fest auf dem Brustbein reiben)
Reagiert die Person nicht, sollte natürlich sofort der Rettungsdienst gerufen werden. In der Zeit gibt es bei Bewusstlosigkeit nur eine richtige Maßnahme:
Die Stabile Seitenlage
(Natürlich sollte ein Herzkreislaufstillstand durch die Feststellung der Atmung ausgeschlossen werden. In diesem Beispiel geht es aber hauptsächlich um das Thema Bewusstlosigkeit)
Es gibt mehrere Gefahren bei einer Bewusstlosigkeit:
Durch Ausfall der Schutzreflexe (Hustenreflex, Schluckreflex, Würgreflex, Niesreflex) kann es z.B. in Rückenlage zum Zurückfallen der Zunge kommen. Die Zunge könnte somit die Atemwege verlegen.
Außerdem kann es zur sogenannten „Regurgitation“ kommen. Durch die Erschlaffung des Schließmuskels der Speiseröhre kann es zum passiven Rückfluss von Mageninhalt kommen.
Dieser gelangt dann in den Mund-Rachen-Raum. Dies kann wiederum zur „Aspiration“ führen. Durch die fehlenden Schutzreflexe kann der Mageninhalt oder andere Flüssigkeiten in die Luftröhre geraten.
(Deshalb ersticken alkoholisierte Personen oft an ihrem Erbrochenen)
Häufige Frage bei Motorradunfällen:
Helm abnehmen oder drauf lassen? - Bei Bewusstlosigket den Helm abnehmen!
Auch, wenn man Angst hat etwas falsch zu machen oder dem/der Verletzten durch das abnehmen des Helms Schaden zuzufügen. Die Stabile Seitenlage und damit das Sichern der Atemwege steht hier im Vordergrund.
Bei sicher festgestellter Bewusstlosigkeit oder auch bei Bewusstseinsstörungen also immer die stabile Seitenlage.
Kein "Füße hoch" halten.
Schon alleine mit dieser ersten Hilfe Maßnahme kannst du ein Leben retten.
Erste-Hilfe Maßnahmen beim Allergischen Schock

Allergische Reaktionen z.B. auf Pollen, Tierhaare oder Nahrungsbestandteile sind unangenehm und oft belastend, aber meist harmlos.
In manchen Fällen kann es aber zur schlimmsten Form der Allergie, dem anaphylaktischen Schock, kommen. Die Symptome betreffen nicht nur Schleimhaut oder Lunge, sondern den gesamten Körper.
Der Schock ist die Maximalreaktion einer allergischen Reaktion, also der Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf eine bestimme Substanz und ist akut lebensbedrohlich.
Ein anaphylaktischer Schock wird meistens durch Medikamente, Röntgenkontrastmittel, Insektengift oder auch Nahrungsmittel mit hohem allergenem Potential wie Erdnüssen, Sellerie oder Schalentieren ausgelöst.
Die Reaktionen treten nach Kontakt mit dem Allergen sehr schnell und unerwartet auf.
Betroffen können mehrere Organsysteme wie Haut und Schleimhäute, Verdauungstrakt, Atemwege und das Herz-Kreislauf-System sein. Die Symptome können einzeln, aber auch in unterschiedlicher Kombination auftreten.
Symptome und Anzeichen eines allergischen Schocks:
- Jucken und Anschwellen der Handinnenflächen oder Fußsohlen, der Augenlieder, der Mundschleimhaut, Lippen oder Zunge
- Juckende Quaddeln (rote, erhöhte Hautstellen)
- Atembeschwerden, Atemnot, Hustenattacken
- Magen-Darm-Beschwerden (Bauchkrämpfe, Erbrechen, Durchfall)
Schwindel, Benommenheit, Herzrasen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit
Sind meistens zwei Organsysteme betroffen wie z.B. Haut und Herz-Kreislauf oder Atemwege und Magen-Darm-Trakt, spricht man von einer schweren Anaphylaxie.
Der Allgemeinzustand kann sich schnell verschlechtern und zum Atem- oder Kreislaufstillstand führen.
Erste Hilfe Maßnahmen
Das Allergen sollte sofort entfernt werden (z.B. bei einem Bienenstich den Giftstachel so schnell wie möglich entfernen)
Oft haben Betroffene, die bekannte Allergien haben, ein Notfallset dabei. Das besteht in der Regel aus einer Adrenalin-Spritze, einem Kortisonpräparat oder einem Antihistaminikum, einer Anleitung zur richtigen Anwendung und einem Allergiepass.
Betroffene haben oft Todesangst. Durch die Aufregung können sich Symptome wie Atemnot verschlimmern. Deshalb ist es besonders wichtig die Person zu beruhigen.
Abhängig davon, welches Organsystem vom Schock betroffen und wie schwer die Symptome sind, sollte die betroffene Person entsprechend gelagert werden:
Bei Atemnot: Sitzende oder halbsitzende Position
Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage
Bei normaler Atmung: ruhige, liegende Position oder Schocklagerung (Beine hoch)
Keine Atmung vorhanden: Wiederbelebungsmaßnahmen
Erste-Hilfe Maßnahmen beim Herzinfarkt

Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Herzerkrankungen. Hierbei kommt es zum plötzlichen Verschluss einer oder mehrerer Herzkranzarterien. Die Herzkranzarterien umgeben das Herz und versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Durch den Verschluss kommt es zu einer Minderversorgung des Herzmuskels. Ohne schnelle Hilfe stirbt infolgedessen der nicht mehr durchblutete Teil des Herzmuskels ab.
Die Auswirkungen eines Herzinfarktes sind abhängig von der Größe des Verschlusses. Ein Herzinfarkt kann, wenn das betroffene Gefäß sehr klein ist, von der betroffenen Person unbemerkt ablaufen.
Es kann aber auch zu einem sofortigen Herzstillstand führen, wenn das verschlossene Gefäß sehr groß ist oder ein Herzinfarkt wiederholt auftritt.
Symptome eines Herzinfarkts:
2/3 aller Patienten haben plötzlich auftretende, heftige Schmerzen (wird auch „Vernichtungsschmerz“ genannt) hinter dem Brustbein. Die Schmerzen treten oft mit Ausstrahlung in den linken Arm, die Schulter, dem Unterkiefer, Nacken und im Oberbauch auf.
Bei Frauen äußert sich der Herzinfarkt oft anders. Statt Schmerzen empfinden Frauen oft ein Engegefühl in der Brust.
Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Kiefer-, Nacken- oder Halsschmerzen und Rückenschmerzen können ebenso mögliche Symptome dar stellen.
Weitere generelle Symptome sind die blasse, fahl-graue Gesichtsfarbe, Kaltschweißigkeit, Unruhe/Todesangst, sowie Atemnot.
Wichtig bei Diabetikern!
Herzinfarkt-Symptome fehlen oft bei Diabetikern.
„Bei Diabetikern führt die lang bestehende Überzuckerung zur Störung des Nervensystems und dazu, dass sie die typischen Brustschmerzen als Folge der Durchblutungsstörung des Herzmuskels nicht spüren. Somit fehlt ihnen das entscheidende Warnzeichen für ihre lebensbedrohliche Situation. Die Folge sind stumme Infarkte, Herzrhythmusstörungen oder plötzlicher Herztod“, erläutert Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen.
Erste-Hilfe Maßnahmen
Wie immer zuerst den Rettungsdienst alarmieren.
- Bei Herzinfarkt Symptomatik den Oberkörper hoch lagern
- Beengende Kleidungsstücke öffnen um die Atmung zu erleichtern
- In Innenräumen Fenster öffnen, wenn es für die betroffene Person angenehm ist
- Da betroffene Personen meist Todesangst empfinden, kann es schon deutlich helfen die Person zu beruhigen und ihr gut zuzusprechen.
- Falls sich der Allgemeinzustand verschlechtert und es zur Bewusstlosigkeit kommt => Stabile Seitenlage
- Bewusstlosigkeit + Atemstillstand => mit der Reanimation beginnen
Bei der Reanimation kommt es bei Ersthelfern oft zur „Überforderung“ durch die zusätzliche Mund-zu-Mund Beatmung, weshalb Ersthelfer erst gar keine Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten.
Bei der Laienreanimation ist es nicht zwingend notwenig, die Mund-zu-Mund Atmung durchzuführen. Das Wichtigste ist die Durchführung der Herzdruckmassage.
In den ersten Minuten befindet sich im Körper nach einem Herzkreislaufstillstand noch genügend Sauerstoff im Blut, um die Versorgung des Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen bis zum Eintreffen des Rettungsteams zu gewährleisten.
Erste-Hilfe Maßnahmen beim Sonnenstich/Hitzschlag

Sonnenstich
Der Sonnenstich entsteht ganz typisch durch intensive und zu lange Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Durch den entstehenden Wärmestau im Kopf, werden die Hirnhäute gereizt.
Tückisch ist, dass die Symptome oft erst einige Stunden später auftreten, wenn man sich schon längst nicht mehr in der Sonne befindet. Deshalb bringt man meistens nicht die Sonne mit den Symptomen in Verbindung.
Beim Sonnenstich ist – im Gegensatz zum Hitzschlag – die Körperkerntemperatur in der Regel nicht erhöht, sondern normal.
Typische Symptome eines Sonnenstichs sind:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit, Erbrechen
- Schwindel
- Fieber
- Steifer Nacken, Nackenschmerzen
- Bewusstseinsstörungen
Kinder und Männer mit Glatze sind besonders häufig betroffen.
Erste Hilfe Maßnahmen Sonnenstich
- Wenn sich die betroffene Person noch in der Sonne befindet, sofort in den Schatten bringen
- Oberkörper/Kopf erhöht lagern
- Flüssigkeitszufuhr/Wasser trinken (keine eiskalten Getränke)
- Kopf und Nacken mit kalten Umschlägen kühlen
- Unbedingt darauf achten, den Körper nicht zu unterkühlen. Deshalb nur Kopf und Nacken kühlen
- Auf kalte Duschen oder ein kühles Ganzkörperbad verzichten
Hitzschlag
Der Hitzschlag betrifft hingegen des Sonnenstichs den gesamten Körper.
Die Körperkerntemperatur kann auf über 40 Grad Celsius steigen. Dadurch setzt das Temperatur-Regulationssystem wie beispielsweise die Schweißproduktion aus, wodurch ein Wärmestau entsteht.
Die Ursache muss hier nicht unbedingt zu viel Sonneneinstrahlung sein. Auch zu exzessives Saunieren oder körperliche Anstrengung in heißer, stickiger Umgebung können zu einem Hitzschlag führen.
Wie beim Sonnenstich treten bei einem Hitzschlag auch auf:
- Kopfschmerzen
- Übelkeit, Erbrechen
- Schwindel
- Fieber
- Steifer Nacken, Nackenschmerzen
- Bewusstseinsstörungen
Hinzukommen können bei einem Hitzschlag noch folgende Symptome:
- Krämpfe, Lähmungen
- Niedriger Blutdruck
- Heiße, aber trockene Haut
- Fieber mit einer Körpertemperatur über 40 Grad
- Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit
- Beschleunigte Atmung bis hin zum Atemstillstand
- Lebensgefährliches Hirnödem
- Später auch Organversagen unterschiedlicher Ausprägung
Ein Hitzschlag ist eine Notfallsituation.
Bei Verdacht auf Hitzschlag immer ärztliche Hilfe rufen. Da es für den Laien nur sehr schwer nachvollziehbar ist, ob es sich um einen Hitzschlag oder einen Sonnenstich handelt, sollte man im Zweifelsfall immer auf Nummer sicher gehen und die 112 wählen.
Erste Hilfe Maßnahmen Hitzschlag
- Das wichtigste Ziel ist es, die Körpertemperatur zu senken.
- Die Betroffene Person in eine kühle, schattige Umgebung, am besten mit hoch gelagerten Beinen und leicht erhöhtem Kopf (Schocklage)
- Beengende Kleidung lockern
- Wichtig ist Kühlung von außen, zum Beispiel kalte Umschläge auf Nacken, Stirn, Beinen und Armen.
- Zusätzlich kann man Luft zufächeln.
- Kaltwasserbäder und Eisabreibungen sollten vermieden werden, weil sie zu einem Anstieg der Körpertemperatur führen können
- Flüssigkeitszufuhr/Wasser trinken
- Regelmäßige Kontrolle der Vitalzeichen (Bewusstsein, Atmung und Puls)
- Eine Person mit Hitzschlag sollte nie allein gelassen werden, da sie das Bewusstsein verlieren kann
- Bei Bewusstlosigkeit den Betroffenen in die stabile Seitenlage legen.
- Hört der Betroffene auf zu atmen, sofort mit der Wiederbelebung beginnen.